Camera obscura
Die Camera obscura ist ein verdunkelter Raum oder ein lichtdicht verschlossener Kasten, in den durch ein Loch Tageslicht fällt. Auf der dem Loch gegenüberliegenden Seite zeigt sich ein kopfstehendes seitenverkehrtes Abbild der Außenwelt. Dieses Prinzip kannte schon Aristoteles (384-322 v. Chr.). Die Camera obscura wurde jahrhundertlang als Zeichengerät verwendet und gilt als Vorläufer der Fotokamera.
Ein kleines Loch erzeugt ein relativ scharfes aber dunkles Bild, bei einem größeren Loch wird das Abbild heller, doch unschärfer. Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Abbildungsqualität durch den Einbau einer Sammellinse entscheidend verbessert. Anfang des 17. Jahrhunderts gab es die Camera obscura in kleiner transportabler Form. Weitere Verbesserungen gelangen mit dem Einbau von Umlenkspiegel und Mattscheibe, so dass die Abbildung nicht mehr seitenverkehrt dargestellt wurde und man besser nachzeichnen konnte.
Dem Franzosen Joseph-Nicèphore Nièpce (1765-1833) gelang es 1827, ein mit einer Camera obscura erzeugtes Bild, auf einer lichtempfindlichen Platte festzuhalten - das erste Foto in der Geschichte.
 
 
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